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Hallo ihr lieben, ab 01.09.2016 werde ich ein Jahr in Brno meinen Friedensdienst über die Organisation ASF absolvieren. In diesem Blog werde ich euch über meine Erlebnisse und Erfahrungen auf dem laufenden halten. In Brno arbeite ich bei dem Projekt Diecézní charita Brno arbeiten. Dort betreue ich Menschen mit Behinderung, die in einem Heim für betreutes Wohnen leben. Zusätzlich habe ich die Möglichkeit in einem Hort zu arbeiten, der von Kindern und Jugendlichen aus der Roma Minderheit besucht wird. Dort werden Hausaufgaben erledigt und gemeinsam die Freizeit gestalten.

Alter: 21
 


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Blog

Es ist viel passiert....

.... und weil so viel passiert ist werde ich diesen Blog in zwei Teilen schreiben.

Teil 1

Am letzten Abend in Prag hatten wir eine sehr besondere Stadtführung. Jeder kennt Prag als die Touristenstadt mit der Karlsbrücke und der Burg, Nur wenige kennen Prag von der anderen Seite, die geprägt ist von Obdachlosen und Kriminalität. Diese Seite durften wir dank einer Stadtführung von Karim kennen lernen. Karim ist ein ehemaliger Obdachloser, der den Absprung geschafft hat und jetzt mit eben dieser Art von Stadtführungen Geld verdient. Er lebte 16 Jahre auf der Straße und finanzierte sich durch Prostitution und Betteln. Wir trafen uns am Praha hlavní nádraží, dem Prager Hauptbahnhof. Dort erzählte Karim uns, dass dies früher der Mittelpunkt der Prager Drogenszene war, dieser sich aber an andere Stellen der Stadt verschoben hat. Er erzählte uns auch wie man sich durch Haushaltsmitteln Drogen basteln kann und dass wenn man in das innere der Handtasche Alufolie tut die Sicherheitsautomaten im Laden nicht das Pipen anfangen, wenn man etwas klaut. Aber bitte nicht ausprobieren, keine Garantie das es klappt Anschließend sind wir an verschiedene Orte der Stadt gegangen an denen uns Karim viel über mögliche Schlafplätze erzählt hat, die kein festes Dach haben. Gegen Ende der Führung sind wir in ein Cafe gegangen, in dem Karim mit seinen Gästen Stammgast ist. Nach dieser sehr sehr spannenden Tour sind wir müde für die letzte Nacht ins Kloster zurück gekehrt. Ich kann diese Art von Stadtführung nur empfehlen, weil man mal die andere Seite der Metropolen kennen lernt. Am nächsten morgen ging es dann zum Packen und aufräumen damit wir pünktlich unseren Zug erwischten um nach Brno zu kommen.

Teil 2

Zu viert erreichten wir Brno gegen 4 Uhr nachmittags und wurden von Lucka unserer Koordinatorin abgeholt. Gemeinsam fuhren wir in unsere Wohnung und erkundeten ein bissen die Stadt. Als wir nach einer kleinen Stärkung und einem Supermarkt einkauf in der Wohnung ankamen war ich von diesen vielen neuen Eindrücken ein bisschen überwältigt. Beim Abendessen wurde der erste Anflug von Heimweh dank einem Tegernseer Hell vergessen. Das war wirklich sehr cool in Brno am ersten Abend ein bayrisches Bier zu trinken!!:D Heute ging es dann gleich in das Projekt in dem ich das kommende Jahr verbringen werde. Ich werde bei der Charitas arbeiten, die in dieser Einrichtung betreutes Wohnen anbietet. Ich bin mit Jana und Lucka von Wohnung zu Wohnung gefahren und haben uns dort mit brüchigem tschechisch vorgestellt. Bei einer Wohnung in der ich direkt arbeiten werde durften wir mit auf einen Spaziergang gehen, der leider durch einen Notfall sehr schnell beendet wurde. Mein persönliches Highlight an diesem Tag war allerdings, dass mir ein Bewohner zwei Bilder von Autos geschenkt hat, die er selber gemalt hat. Beide Bilder hängen jetzt bei mir im Zimmer . Nun gehen wir mit unseren Koordinatoren Lucka und Standa noch etwas essen. Morgen stellen wir uns dann bei der Jüdischen Gemeinde vor, der das Haus gehört in dem wir wohnen und dort werden auch meine beiden Mitbewohnerinnen arbeiten. Ich hoffe ich finde in nächster Zeit auch heraus wie ich euch Bilder auf diesem Blog zeigen kann.

Bis dahin viele Grüße aus Brno

1 Kommentar 15.9.16 19:40, kommentieren

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Endlich Tschechien!!

Dorby Vecer,seit gestern bin ich mit 13 anderen Freiwilligen endlich in Prag angekommen und liege nun im Bett in unserer Unterkunft. Bis Mittwoch sind wir noch auf den O-Tagen (Orientierungstagen) hier in Prag in einem wunderschönen Kloster unter gebracht. Dann geht es nach Brno und am Donnerstag wird mein erster Arbeitstag sein. Doch seit dem 1.9 ist eine Menge passiert: Nach dem letzten Abschied von meinen Eltern am Berliner Hbf bin ich gemeinsam mit einem Freiwilligen aus Frankreich nach Hirschluch gefahren. Hirschluch ist eine sehr schöne Begegnungs- und Seminarstätte, die ca 30 minuten Süd-östlich von Berlin liegt. Ein typischer Hirschluch Tag war voller Diskussionen und Infos. Es gab auch ein paar abwechslungsreiche Tage. Zwei mal sind wir nach Berlin gefahren, um am Sonntag in Kirchen zu gehen und uns und die Organisation dort vorzustellen. Den Sonntagnachmittag nutzte ich dann mit zwei anderen ASF freiwilligen um am Verkaufsoffenensonntag nochmal letzte Sachen zu besorgen, zum Beispiel Schokolade bei Fassbender und Rausch zu kaufen :D. Der zweite Berlin besuch war 2 Tage später, wir besuchten verschiedene Denkmäler in Berlin. Darunter das Stelenfeld und das Euthanasie Denkmal.Ein weiteres Highlight in den Tagen war unsere lyrische Wanderung. Dabei sind wir 18km um den Storkower See gelaufen, inklusiv eines Regenschauers, der uns das Baden im See ersparte . Die Wanderung war auch eine super Möglichkeit andere Freiwillige kennen zu lernen, die zum Beispiel nach Israel oder in die Niederlande gehen. Die Gespräche drehten sich von Politik über Sport bis hin zur gemeinsamen Abneigung gegenüber den Bayern Basketballer von mir und einem Alba-Fan. Nach 9 Tagen endete Hirschluch mit der traditionellen Abschiedsparty. Doch bevor diese startete mussten alle Ländergruppen eine performance aufführen. Wir Tschechen stellten eine Reise durch die Geschichte unseres Gastgeberlandes gemacht. Anschließend wurde bis morgens um 3 gefeiert, getanzt und auch ein bisschen was getrunken :D . Somit sind wir dann am morgen etwas übermüdet aber auch glücklich in den Zug nach Prag gestiegen. Auch wenn Hirschluch ein sehr schöner Ort ist um so ein Jahr zustarten, gab es auch immer wieder Momente in denen ich realisierte wie die Reise jetzt weitergeht. Das war nicht immer leicht, weil mir bewusst wurde was ich alles zurück lasse, aber letztendlich überwog dann doch immer die Vorfreude auf das Jahr.Jetzt sind wir seit 2 Tagen in der tschechischen Hauptstadt Prag in einem Kloster. Unsere Länderbeauftragte ist eine Nonne und hat uns bei sich im Kloster für die O-Tage aufgenommen. Nachdem der Tag gestern mit Yoga und Frühstück begann, sind wir mittags in die Stadt und Stana hat uns die schönen Seiten der Stadt gezeigt. Abends waren wir dann noch vegetarisch Essen. Heute stand eine Einführung in die Sprache den ganzen Tag statt und Abends war noch ein selbst organisiertes Sommerkino im Klostergarten.

1 Kommentar 10.9.16 22:52, kommentieren